Matriarchatspolitik

Gesellschaft neu gedacht

Verknüpft die Ergebnisse der Matriarchatsforschung mit den Mustern einer neuen Gesellschaftsform jenseits des Patriarchats.

Nachhaltigkeitskonzepte, Permakultur, solidarische Landwirtschaft, Commoning, Tausch/Schenkökonomie, Konsensprinzip, Gemeinschaftsbildung sind Beispiele bereits praktizierter Umsetzung matriarchaler Elemente in den verschiedenen Ebenen menschlichen Zusammenlebens.

Folgende Prinzipien und Werte bilden die Gestaltungsgrundlage egalitärer, herrschaftsfreier, matriarchaler Gesellschaften:

  • Ökonomische Ebene

Subsistenzperspektive als konsequent ökologischer Weg sichert in Form von regionalen Kreisläufen einen nachhaltigen/enkeltauglichen Lebensstil.

Regionale Wärungen, Tausch/Schenkökonomien steigen aus dem zerstörerischen kapitalistischen Wachstumsstreben aus.

  • Politische Ebene

Matriarchale Konsensfindung ist das impulsgebende Prinzip für eine zukünftige egalitäre Gesellschaft und wird in vielfältigen Zusammenhängen bereits geübt.

Politische Ziele sind, auf das menschliche Maß zugeschnittene, selbstverwaltete Regionen.

  • Soziale Ebene

Gemeinschaften als Wahlverwandschaft bilden einen symbolischen matriarchalen Clan. Sie werden grundsätzlich von Frauen initiert, getragen und geleitet. Alle Geschlechter und Generationen werden in ihrer je eigenen Würde geachtet und gemäß den mütterlichen Werten von gegenseitiger Fürsorge integriert.

  • Spirituelle Ebene

Matriarchale Spiritualität feiert auf eine kreative und freie Art und Weise das Leben gemäß der matriarchalen Vorstellung, dass alles auf der Welt mütterlich-göttlich und damit heilig ist.

Matriarchale Toleranz achtet den Reichtum in der Vielfalt spirituellen Ausdrucks.

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Quelle: Heide Göttner-Abendroth: Der Weg zu einer egalitären Gesellschaft. Prinzipien und Praxis der Matriarchatspolitik. 2008 Drachenverlag KJ